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Kurt Stadler

COSNOMADS | INPUT – OUTPUT
Mittwoch, 03.06.2020 bis Dienstag, 16.06.2020, 16:00 bis 19:00 Uhr

We are all made of stardust.
Carl Sagan

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Meteoriten entstanden gleichzeitig mit unserem Sonnensystem, das sich vor 4,56 Milliarden Jahren zu formieren begann. Seitdem ziehen diese kosmischen Nomaden ihre keplerschen Bahnen im Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars. Einige von ihnen haben irgendwann einen kosmischen crash und kommen vom rechten Weg ab. Die wenigsten von ihnen nehmen den Kurs auf die kleine Erde. Beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht der Großteil, die restlichen fallen vielfach auf die 70,3 % der Erdoberfläche, die von Ozeanen bedeckt ist und in die Arktis oder Antarktis, sie bleiben meist unentdeckt. The happy few bestehen zu über 95 % aus Chondriten, das sind Gesteinsmeteoriten, und Pallasiten, den Stein-Eisenmeteoriten. Nur ungefähr 4,5 Prozent der auf der Erde gefundenen Meteoriten sind Eisenlegierungen. Davon verschwindet noch einmal ein hoher Prozentsatz durch Korrosion, wenn die Zeit bis zum Fund zu lange und die Umgebung zu feucht ist. 
Den in der Ausstellung von der Decke hängenden Eisenmeteoriten mit natürlichen Löchern oder burn holes, stehen Tektite oder Impaktglas, ebenfalls mit natürlichen Löchern, gegenüber. Sie entstehen durch die unglaubliche Energie eines Impakts, bei dem Sand, Erde oder Gestein in einem Moment zu Glas schmilzt, das bis zu mehrere hundert Kilometer weit geschleudert wird. Es wird durch extraterrestrische Energie gebildet, besteht aber aus irdischen Materialien. 

Meteoriten treten mit einer Geschwindigkeit von 35.000 bis 70.000 km/h in die Atmosphäre ein – entsprechend enorm können die Auswirkungen eines Impakts sein. Wenn es gar ein Asteroid mit 10 Kilometern Größe ist, wie im Golf von Mexiko, wo ein Krater mit dem Durchmesser von 200 Kilometern entstand… 

Damals, vor 66 Millionen Jahren verschwand fast alles Leben von der Erde!

​GLOSSAR

Jetzt treffen die Meteoriten in der Kunsthalle Graz auf und hinterlassen hoffentlich einen starken Eindruck – aber keine verheerenden Auswirkungen.

Kurt Stadler, November 2019

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Caelestes, hellenistisches Terracotta – Freuenköpfchen, Eisenmeteorit Agoudal Imilchil aus Marokko, Sputniksouvernir von 1957, alter Glasdom aus dem 19. Jahrhundert, 2019